Im Austausch mit… Dr. Dirk Wenderoth

Dr. Dirk Wenderoth ist Redaktionsleiter des Bereichs Mathematik und Naturwissenschaften bei der Westermann Verlagsgruppe. Zusammen mit der Universität Hannover und dem Leibniz-Institut für Wissensmedien in Tübingen sowie SMART Technologies hat der Verlag ein digitales Chemiebuch entwickelt.

Dr. Dirk Wenderoth ist Redaktionsleiter des Bereichs Mathematik und Naturwissenschaften bei der Westermann Verlagsgruppe. Zusammen mit der Universität Hannover und dem Leibniz-Institut für Wissensmedien in Tübingen sowie SMART Technologies hat der Verlag ein digitales Chemiebuch entwickelt. Das Projekt wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Weitere Informationen auf der Website des Leibniz-Instituts für Wissensmedien sowie bei der Universität Hannover.

Warum hat die Westermann Gruppe sich entschlossen, das Praxisprojekt gemeinsam mit SMART Technologies Deutschland an der Universität Hannover zu starten?

Die Westermann Verlagsgruppe ist einer der größten Anbieter von Inhalten und didaktischen Konzepten für den Unterricht. Da ist es mehr als sinnvoll, mit einem der größten Anbieter eines Ausgabesystems für solche Inhalte wie dem SMART Board zu kooperieren. Die didaktischen Komponenten und die Auswertungen der Studien übernehmen dabei die Universität Hannover und das Leibniz-Institut für Wissensmedien in Tübingen. Initiiert wurde das Projekt von den beiden Forschungseinrichtungen.

Welche Perspektiven verbinden Sie mit dem Projekt?

Da im Zuge des Projekts umfangreiche Umfragen an den Schulen durchgeführt wurden und auch noch geplant sind, lernen wir unheimlich viel über modernen Chemieunterricht und wie zum Beispiel Unterricht mit unseren Inhalten auf SMART Boards durchgeführt wird. Wir können so unsere digitalen Produkte für die Anwenderinnen und Anwender optimieren.

Wie kam es zu der Kooperation von der Westermann Gruppe und SMART Technologies und wo liegen für Sie die Potenziale einer solchen Kooperation mit einem Unternehmen aus der Praxis?

Einer unserer Chemieherausgeber arbeitet an der Universität Hannover und hat dort den Kontakt hergestellt. SMART war bereits in die Vorgespräche involviert. Die Kooperation zeigt, dass die gelungene Kombination aus didaktischer Wissenschaft (Universitäten), technischem (SMART) und inhaltlichem Know-how (Westermann Verlag) für die Praxis an den Schulen ein sehr gutes optimiertes Produkt hervorbringt. Solche Kombinationen werden durch die zunehmende Digitalisierung an den Schulen immer wichtiger werden.

Gibt es bereits vergleichbare Projekte bei Ihnen im Haus?

 Nein. 

Das Projekt ist bewusst nachhaltig angelegt, von den konkreten Handlungsempfehlungen für die Praxis sollen weitere Kreise von Lehrkräften profitieren können – wie werden diese zur Verfügung gestellt?

Wir werden das fertige Produkt nach Projektende im Rahmen unserer Chemiewerbung den Lehrkräften bekannt machen und in unsere Produktpalette aufnehmen. Außerdem wurden im Projekt Handlungsempfehlungen für unsere Autorinnen und Autoren verfasst. Dort werden Layout, Konzept und Stil erläutert und diverse Vorgaben zur Sprache gemacht. Die Handlungsempfehlungen sind ein Skript von etwa 40 Seiten für die weitere Entwicklung von eChemBook-Kapiteln. 

Wird das digitale Chemiebuch frei verfügbar sein?

Jede Schule kann das Produkt ohne Einschränkungen kaufen. Unseren Testschulen stellen wir das eChemBook natürlich kostenlos zur Verfügung.

Wie sehen Sie allgemein die Entwicklung digitaler Schulbücher in Deutschland – wo stehen wir heute und wo sollten wir hinkommen?

Ich persönlich halte von digitalen Schulbüchern sehr viel. Wir haben gerade im naturwissenschaftlichen Bereich die Möglichkeit, Raum-Zeit-Phänomene dynamisch darzustellen. Wir werden demnächst eine Plattform anbieten, auf der 3D-Modelle für den Biologieunterricht angeboten werden. So können die Schülerinnen und Schüler mit dem Buch gekoppelt zum Beispiel den Herzschlag in Echtzeit auf einem SMART Board oder Tablet-PC beobachten. Da die Lernenden zunehmend anders digital sozialisiert sind, das stelle ich bei meinen drei Kindern tagtäglich fest, ist der Zugang zu den Naturwissenschaften ein ganz anderer. Diesen Vorteil der digitalen Technologien sollten wir unbedingt nutzen. Allerdings müssen dann auch entsprechende Gelder den Schulen zugänglich gemacht werden, damit diese Technologien dort Einzug halten können.

Wir, die Anbieter von Inhalten und auch die Anbieter von Ausgabegeräten stehen in den Startlöchern.

Was ist für Sie die spannendste Erfahrung, die Sie in diesem Projekt bereits gemacht haben?

Die spannendsten Erfahrungen, die ich persönlich gemacht habe, sind die unzähligen Diskussionen, die aus dem Spannungsfeld Didaktik, Technik und Inhalte entstanden sind und geführt wurden. Alle Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer haben ihren Horizont deutlich um die Sichtweise der anderen Beteiligten erweitert. Schade, dass das Projekt nun bald endet, denn viele Aspekte konnten wir im Hinblick auf die Fertigstellung des Endprodukts nicht weiter diskutieren und umsetzen.

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