Albertine-Scherer-Grundschule: Frühe Planung erleichtert die Beschaffung

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Wie lassen sich innovative Bildungslösungen finanzieren? Gerade für kleine Schulen wie die Albertine-Scherer-Grundschule in Birkenheide ist diese Frage bedeutsam.

Bei der Beschaffung digitaler Bildungslösungen ist die Frage nach der Finanzierung für viele Schulen und Träger eine zentrale Herausforderung. Gerade kleine Budgets erfordern Planung, Engagement und eine große Portion Kreativität. Genau das bringen die Kollegen an der Albertine-Scherer-Grundschule in Birkenheide mit. Gemeinsam mit ihrer Schulleiterin machte Lehrerin Tine Tremmel die kleine Grundschule für das Lernen mit digitalen Medien fit.

Die zwei ersten interaktiven Whiteboards samt Dokumentenkameras und aktueller Software erhielt die Schule durch ein vom Land gefördertes Projekt für Digitale Bildung an Grundschulen. Inzwischen gibt es in allen Klassenräumen interaktive Whiteboards. Den Schülern stehen Notebooks zur Verfügung und die Anschaffung von Tablets ist fest eingeplant.

Gute Planung bei der Beschaffung zahlt sich aus

„In jedes dieser Beschaffungsprojekte haben wir viel Aufwand für Planung investiert. Das war eine gute Grundlage für das Gelingen“, berichtet Tremmel.

Die Fragen in der frühen Planungsphase waren:

  1. Wie möchte ich in Zukunft gerne unterrichten?
  2. Was will ich dafür anschaffen?
  3. Wie könnte es finanziert werden?

Zum Thema Hard- und Software gab es dabei meistens klare Vorstellungen. Zum Beispiel sollten handliche, robuste Notebooks angeschafft werden.

„Ein Kriterium war die Kompatibilität zu bestehenden Systemen wie den interaktiven Whiteboards und eine einfache, kindgerechte Handhabung. Außerdem müssen die digitalen Versionen unserer Lehrwerke und die passenden Lernspiele auf den Notebooks funktionieren.“

Die pädagogischen Anforderungen waren schnell geklärt. Die finanziellen und technischen Rahmenbedingungen erwiesen sich als komplizierter.

„Das schmale Schulbudget ist immer eine Hürde. Deshalb bewerben wir uns regelmäßig um Fördergelder von Stiftungen und dem Land.“

Auch Sponsoren-Gelder von lokalen Unternehmen oder Beiträge von Eltern sind mögliche Finanzierungshilfen. Technisch musste die kleine Grundschule schrittweise nachbessern. Repeater in den Klassenzimmern verstärkten das WLAN. Außerdem wurden neue Stromkabel gelegt, um die 20 Notebooks auch parallel aufladen zu können.

„Richtig abgeschlossen ist der Prozess der digitalen Beschaffung nie. Umso wichtiger ist es, in die Zukunft zu planen und die eigene Infrastruktur dementsprechend sinnvoll weiterzuentwickeln.“

Gefragt: Mut zu neuen Wegen
Das Beispiel der Albertine-Scherer-Grundschule zeigt deutlich, dass die Wandlung hin zur digitalen Schule ein Prozess in einzelnen Schritten ist. In den verschiedenen Phasen ist der Blick auf das gemeinsame Ziel genauso gefragt wie der Mut zu neuen, unkonventionellen Wegen.

Dieser Beitrag ist Teil unserer Publikation „Beschaffung digitaler Bildungslösungen für die Schule. Wegweiser, Leitfragen und Praxisbeispiele“. Interessierte können das Buch auf dieser Seite bestellen. Dort steht ihnen auch eine PDF-Version des „Wegweiser Digitale Bildungslösungen“ zum Download zur Verfügung. Beide Publikationen sind kostenfrei erhältlich.

2017-11-06T13:16:34+00:00