Gesellschaft in der digitalen Transformation

//Gesellschaft in der digitalen Transformation

Der D21-Digital-Index misst seit 2013 die Entwicklung des Digitalisierungsgrads der deutschen Bevölkerung. Ein Schwerpunktthema in diesem Jahr ist das Arbeiten und Bildung in einer digitalisierten Welt.

Mit rund 33.000 Befragten ist der jährliche D21-Digital-Index die umfangreichste Studie zur Entwicklung der Digitalen Gesellschaft. Er misst ihren Zugang, ihre Kompetenz, ihre Offenheit sowie ihre Nutzungsvielfalt bezogen auf digitale Medien und das Internet. Eines der zentralen Ergebnisse der aktuellen Auswertung: Mit 51,6 von 100 Indexpunkten liegt der Digitalisierungsgrad der Bevölkerung in Deutschland 2015 nur leicht über dem Vorjahresniveau (51,3).

Die Studienergebnisse zeigen, dass Arbeitende überdurchschnittliche digitale Kompetenzen (61,2 Indexpunkte) besitzen. Allerdings sind digitale Kompetenzen mit steigendem Alter der Beschäftigten weniger stark ausgeprägt. Die Studienteilnehmer wurden unter anderem gefragt, wie sie sich neues Wissen im Bereich Computeranwendungen und Internet aneignen. Gerade einmal 43 Prozent der Befragten tun dies durch Schulungen und Weiterbildungsangebote des Arbeitgebers. Deutlich häufiger ist Lernen durch Ausprobieren (79 Prozent), auch Freunde, Kollegen und die Familien werden zu Rate gezogen (68, 61, 53 Prozent). Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) greift zum Lernen auf kostenlose Internetangebote wie YouTube-Videos zurück. 18 Prozent zahlen für Schulungen selbst, nur drei Prozent bilden sich im Bereich Computeranwendungen und Internet überhaupt nicht weiter.

Ein Drittel der Befragten bezeichnet beschränkten Internetzugang am Arbeitsplatz als größte technische Hürde. Auch das mobile Arbeiten ist für 29 Prozent der Studienteilnehmer mit Problemen verbunden, da sie keinen oder nur beschränkten Zugang zu ihren benötigten Arbeitsmitteln und Dokumenten von zu Hause oder unterwegs erhalten. Die Nicht-Verfügbarkeit von WLAN am Arbeitsplatz sehen 27 Prozent als Herausforderung. Ebenso viele nehmen die veraltete technische Ausstattung am Arbeitsplatz als Barriere für ihre Arbeit wahr. Auf der anderen Seite stößt fast ein Viertel (24 Prozent) der Arbeitenden bei neuen technischen Systemen an ihre Grenzen, da sie keine Weiterbildung in Bezug auf die neuen Möglichkeiten erhalten.

Über die Studie

Mit der Studie D21-Digital-Index misst die Initiative D21 seit 2013 die Entwicklung des Digitalisierungsgrads der deutschen Bevölkerung – ihren Zugang, ihre Kompetenz, ihre Offenheit sowie ihre Nutzungsvielfalt bezogen auf digitale Medien und das Internet. Der D21-Digital-Index ist eine Weiterentwicklung des (N)ONLINER Atlas (2001-2015) und mit rund 33.000 Befragten die umfangreichste Studie zur Entwicklung der Digitalen Gesellschaft. Der Index ermöglicht es, die Auswirkungen von Innovationen und Ereignissen für Wirtschaft und Gesellschaft detailliert, nachhaltig und im Zeitverlauf aufzuzeigen. In diesem Jahr legt die Studie den Fokus auf gesellschaftlich besonders relevante Fragestellungen wie Arbeiten und Bildung in der digitalisierten Welt, Datenbewusstsein in der Bevölkerung und Innovationen, die unser gesellschaftliches Zusammenleben verändern.

Weitere Informationen: www.initiatived21.de

2017-03-02T10:19:05+00:00