Spielend lernen – Gaming für Studium und Beruf

//Spielend lernen – Gaming für Studium und Beruf

Computerspiele machen klug und bereiten auf den Beruf vor. Das ist die These des neuen Buches von Martin Lorber und Thomas Schutz.

Computerspiele sind längst in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Jeder zweite Deutsche spielt am Laptop, auf der Konsole oder dem Smartphone. Dieser nette Zeitvertreib hilft nicht nur beim Abschalten, sondern fördert auch unser Gehirn. Das ist die Kernaussage des Buches „Gaming für Studium und Beruf“ von Martin Lorber und Thomas Schutz. Ganz neu ist diese Erkenntnis nicht. So zeigten unlängst US-Forscher der University of Rochester, dass Spielen die Lernfähigkeit steigern kann. Spieler können sich laut der Wissenschaftler zum Beispiel schneller auf neue Aufgaben einstellen. Untersucht wurden nicht etwa Lernspiele, sondern tatsächlich reine Unterhaltungsspiele. Aus Sicht der Autoren ist dieser Effekt kaum verwunderlich.

Interaktiver Konsum trainiert die Konzentration und Problemlösungsstrategien

Im Gegensatz zu Film und Fernsehen sind Computerspiele interaktiv. Für den Erfolg in virtuellen Welten braucht es oft Disziplin, Ausdauer und Konzentration. Das Training dieser Eigenschaften wirkt sich positiv auf das reale (Berufs-)Leben aus. Dafür nennen Lober und Schutz einige Beispiele. So trainiert die Kooperation mit vielen Mitspielern in einem Online-Rollenspiel wie World of Warcraft soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Kommunikation. Im Chat mit internationalen Mitspielern verbessern die Gamer ganz nebenbei ihre Sprachkenntnisse. Auch Strategien für die Lösungen komplexer Probleme und der konstruktive Umgang mit Fehlentscheidungen lassen sich aus Sicht der Autoren spielerisch trainieren.

Martin Lorber, Thomas Schutz (2016): Gaming für Studium und Beruf – Warum wir lernen, wenn wir spielen, Hep-Verlag, 2016, ISBN 978-3-0355-0466-8.

2017-03-02T10:19:03+00:00