Studierende lassen sich anders motivieren.

///Studierende lassen sich anders motivieren.

 3 Fragen an Hendrik Speck

Hendrik Speck ist Professor für Digitale Medien an der Hochschule Kaiserslautern. Wenn er zu einem Vorlesungsthema auf hilfreiche digitale Werkzeuge, Methoden und Simulationen zurückgreifen kann, setzt er sie ein.

Wie arbeiten Sie in der Lehre mit digitalen Medien?

Vielfach setze ich die digitalen Medien ein, um das kollaborative Lernen zu unterstützen. Die Studierenden können sich online vernetzen und dabei beispielsweise Werkzeuge einsetzen, mit denen eine verteilte Projektentwicklung oder Programmierung möglich ist.

Der Einsatz digitaler Medien fördert auch neue didaktische Methodiken, die nicht mehr nur auf den klassischen Frontalunterricht, Vorlesungen oder Seminare setzen, sondern Rollenverhältnisse zwischen Lernendem und Lehrendem, Theorie und Praxis sowie Unterricht und Praxis verschieben.

Wie ist die Resonanz der Studierenden?

Es gelingt, Studierende anders zu motivieren. Allerdings verbleibt immer noch die Auseinandersetzung mit den Theorien und Werkzeugen, und diese lässt sich nicht durch das reine Konsumieren von Video-Tutorials ersetzen. Es ist notwendig, die Medien in einen pädagogisch sinnvollen Ansatz zu integrieren.

Wo liegen noch Hindernisse?

Grenzen erreichen digitale Medien insbesondere dann, wenn eine unmittelbare intensive Auseinandersetzung mit den Studierenden zum Beispiel in Seminaren wünschenswert ist. Die direkte verbale Auseinandersetzung ist hier oftmals persönlicher und direkter. Gerade bei ständig wechselnden Teams, die die studentischen Jahrgänge nun mal darstellen, kann diese nur teilweise durch Videokonferenzen oder Hangouts ersetzt werden.

2017-03-02T10:19:06+00:00