Aufgebaut: der SMART Collaborative Classroom der Schule Elfenwiese steht

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  • Aufbau SMART Collaborative Classroom

Kurz vor Weihnachten war es endlich soweit: Die Elfenwiese in Hamburg bekam ihren SMART Collaborative Classroom. Diesen hatte die Ganztags-Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung beim Schulwettbewerb „Aktion Collaborative Classroom“ gewonnen. Von Fabio Priano, Medienpädagoge an der Schule Elfenwiese

Das Lernen der Zukunft kam in großen, mannshohen Kartons und einem weißen Transporter – aber keineswegs unerwartet. Die Zeit zwischen dem Gewinn des SMART Collaborative Classrooms und der Lieferung nutzten wir, um gemeinsam mit dem SMART-Experten Torben Mahler einen geeigneten Raum für unser neues interaktives Klassenzimmer auszusuchen. Er beriet uns auch dabei, wie wir die drei interaktiven Whiteboards möglichst nutzbringend im Raum platzieren. Seine Expertise hat uns im Vorfeld sehr geholfen, eine bessere Vorstellung von der Technik und ihren Einsatzmöglichkeiten zu bekommen. Einen ganzen Tag benötigten die drei Techniker von LCD Media für den Einbau der beiden höhenverstellbaren Boards und dem SMART kapp. Mir blieb in dieser Zeit nur, hier und da eine helfende Hand zu reichen und in Gedanken schon einmal den späteren Unterricht zu planen.

So sah es aus, als unser SMART Collaborative Classroom aufgebaut wurde:

Den Collaborative Classroom möchten wir bei uns in der Schule als Differenzierungsraum nutzen. Kollegen sollen ihn für ihre Schülerinnen und Schüler ebenfalls buchen können. Die drei SMART Boards und die passende Software ermöglichen es uns, neue didaktische Konzepte und methodische Ansätze zu erproben. Zum Beispiel verändert sich der Unterricht, wenn sich unsere Schüler mit ihren Tablets und Laptops mit dem Collaborative Classroom vernetzen.

Um diese neuen Möglichkeiten von Anfang an nutzen zu können, haben wir uns im Team schon früh Gedanken über unsere Ziele und Erwartungen gemacht.

Drei Ansätze sind uns dabei besonders wichtig:

  • Kooperatives und differenziertes Lernen: Wir erhoffen uns mit Hilfe der neuen Technik, das kooperative und differenzierte Lernen innerhalb der kleinen Lerngruppen noch stärker zu fördern. Zum Beispiel sollen die Schülerinnen und Schüler an einem gemeinsamen Dokument oder einzelnen Tafelbildern arbeiten. Eine weitere Hoffnung: Durch die neuen digitalen Möglichkeiten lassen sich die zu zweit oder dritt erarbeiteten Ergebnisse noch schneller der gesamten Lerngruppe zu Verfügung stellen.
  • Neue digitale Unterrichtskonzepte: Wir wollen neue methodisch-didaktische Konzepte für unseren Schulalltag entwickeln. Das gilt zum Beispiel für das Lernen mit iPads. Viele unserer Schülerinnen und Schüler nutzen das iPad auch als wichtiges Kommunikationsmittel. Dieses Potential wollen wir durch die Kopplung an die SMART Boards auch im schulischen Alltag stärker nutzen und so die Lernwelt der Schüler stärker mit ihrer Lebenswelt verknüpfen. Ein anderes Beispiel ist die Verbindung von Augensteuerung und SMART Board. Sie ermöglicht es Schülern, deren motorische Fähigkeiten stark eingeschränkt sind, mit Hilfe der Augen Arbeiten am PC auszuführen und mit anderen Schülern an gemeinsamen Aufgaben zu arbeiten.
  • Förderschwerpunktspezifische Möglichkeiten im Unterricht: Mit den höhenverstellbaren Boards wollen wir förderschwerpunktspezifische Unterrichtselemente umsetzen, wie zum Beispiel das Arbeiten im Stehen oder das bewegte Lernen.

Auch im Kollegium werden wir den Raum intensiv nutzen – unser neues interaktives Klassenzimmer eignet sich bestens für schulinterne und schulübergreifende Beratungs- und Fortbildungsangebote. Schwerpunktmäßig wollen wir an der Elfenwiese medienspezifische Fortbildungen zum Beispiel zu Tablets im Unterricht und der Nutzung von neuer Lernsoftware anbieten. Auch Fortbildungen zur unterstützten Kommunikation sollen in dem neuen Raum stattfinden. Natürlich freuen wir uns dabei über den Austausch mit anderen Schulen, die ebenfalls nach neuen Wegen in Sachen Digitaler Bildung suchen. Das sind bisher jedoch noch Zukunftspläne: Im ersten Schritt wollen wir als Kollegium gemeinsam Erfahrungen mit der Arbeit im Collaborative Classroom sammeln.

Und wie hat’s geklappt? Das erfahren Sie im nächsten Beitrag. Dann berichte ich darüber, wie die ersten Monate verlaufen sind und welche neue Einsichten uns der SMART Collaborative Classroom ermöglicht hat. 

2017-06-13T10:39:40+00:00

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