Fortbildungen wecken die Neugier auf das Klassenzimmer 2.0

Home/Schulblog, Schule, Startseite Schule/Fortbildungen wecken die Neugier auf das Klassenzimmer 2.0
  • Fortbildungen wecken die Neugier auf das Klassenzimmer 2.0

Der SMART Collaborative Classroom gehört zum Schulalltag an der Elfenwiese. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten die regelmäßigen Fortbildungsangebote für die Pädagogen und Therapeuten.  Von Fabio Priano, Medienpädagoge an der Schule Elfenwiese

Das Interesse an den digitalen Möglichkeiten des SMART Collaborative Classrooms wächst in unserer Schule langsam, aber stetig. Ein Indiz dafür: Immer mehr Kollegen buchen Klassenzeiten in dem digitalen Klassenzimmer. Zum Beispiel nutzen die Deutschkollegen die Whiteboards verstärkt für Schwungübungen und das Schreibenlernen. Weiterhin findet der Differenzierungsunterricht in Mathematik, Deutsch und Englisch in dem digitalen Klassenzimmer statt. Mit meinen Lerngruppen bin ich ebenfalls regelmäßig in dem Raum. Die Auslastung ist also schon hoch.

Das steigende Interesse erlebe ich aber auch in der siebten Stunde. Hier biete ich als zuständiger Medienpädagoge regelmäßig eine Art „informelle Sprechstunde“ an, in der ich meinen Kollegen die Funktionen des Collaborative Classrooms zeige und ganz individuell Fragen beantworte – zum Beispiel wie man alle drei Boards für Gruppenarbeiten nutzt oder mehrere Schülerinnen und Schüler gleichzeitig an den Tafeln arbeiten können.

Pädagogische Fortbildungen sind gewünscht

Natürlich reicht es nicht aus, nur einzelne Fragen aus dem Kollegium zu beantworten. Zum Beispiel hielten wir eine Stufenkonferenz in dem SMART Collaborative Classroom ab. Dabei konnte ich auch die technischen Details etwas genauer vorstellen. Der Kaffee und mitgebrachte Kuchen haben das Interesse für den Raum sicherlich noch gesteigert. Außerdem kümmere ich mich intensiv um Schulungen für alle Pädagogen und Therapeuten zu den entsprechenden SMART Software-Lösungen und den Möglichkeiten des Raumes. Es wurde auch der Wunsch nach einer didaktisch-methodischen Vertiefung an mich herangetragen. Ich stelle nun in Kleingruppen die folgenden von mir genutzten Unterrichtsbeispiele zum kollaborativen Lernen vor.

Breakout: Die Schülerinnen und Schüler müssen bei diesem Unterrichtsansatz innerhalb einer bestimmten Zeit eine digitale Schatzkiste öffnen, die mit mehreren Schlössern gesichert ist. Dazu sollen sie effektiv als Team zusammenarbeiten, um die verschiedenen Rätsel zu lösen. In meinen Lerngruppen nutze ich diese Methode sehr gerne, weil sie sich individuell zu jedem Thema anpassen lässt. Der Lehrende muss sich „nur“ zum Unterrichtsinhalt passende Rätsel ausdenken. Zum Beispiel kann man die Schatzkiste einsetzen, um das Gelernte am Ende einer Unterrichteinheit zu festigen und zu überprüfen. Alternativ können die Rätsel auch durch eine intensive Web-Recherche gelöst werden und so den Einstieg in ein Thema bieten.

Mehr Infos zu der Breakout-Methode gibt es unter: www.breakoutedu.com/welcome

Monster Quiz: Das Spiel Monster Quiz wurde ursprünglich von SMART Technologies entwickelt und unterstützt Lehrende bei interaktivem Unterricht. Die Schülerinnen und Schüler können aus neun Monstern ihren Favoriten aussuchen. Ich habe ihnen zusätzlich Hintergrundgeschichten und Eigenschaften gegeben. Sie wachsen und gedeihen durch richtig beantwortete Fragen zu Themen aus dem Unterricht. Dabei können die Schülerinnen und Schüler auch in kleinen Teams gegeneinander antreten. Die kurzweilige Spielidee ist eine tolle Möglichkeit, das Lernen zu emotionalisieren und die Unterrichtsinhalte zu festigen. Ich nutze die Methode vor allem für Highlight-Stunden in Gesellschaftskunde. 

Von der Arbeit mit diesen konkreten Unterrichtsideen erhoffe ich mir vor allem mehr Nachhaltigkeit für den Unterrichtsalltag. Die Vorstellung der Technologie ist für den Einstieg sicher sinnvoll, aber das langfristige Interesse der Kolleginnen und Kollegen sichert man meiner Meinung nach vor allem durch konkrete Hilfestellungen und Inspirationen für den eigenen Unterricht. Mittelfristig wünsche ich mir deshalb einen regelmäßigen Austausch mit Pädagogen und Therapeuten über eigene Unterrichtsideen und ihren Nutzwert für den Schulalltag – gerne auch über Schulgrenzen hinweg. Genau deshalb gab es bereits einen ersten Austausch mit den Medienverantwortlichen anderer Förderschulen aus Hamburg. Ein Ergebnis: Wir werden unsere Fortbildungen auch für Pädagogen von anderen Schulen öffnen.

 

2017-07-03T10:46:05+00:00 18. Mai 2017|

3 Comments

  1. Melanie 26. Mai 2017 at 11:59 - Reply

    Spannende Methoden beim Umgang mit dem Smartboard! So macht das den Schülern bestimmt sehr viel Spaß!

  2. sp 24. Mai 2017 at 7:04 - Reply

    Danke für die tollen Ideen!

    • Nadine Schneider 29. Mai 2017 at 21:14 - Reply

      Sehr tolle Ideen für einen kreativen und modernen Unterricht!

Leave A Comment