Digitale Bildungslösungen in die Schule bringen

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In einem speziellen didacta-Workshop erhielten Interessierte praxisnahe Tipps zum gesamten Planungsprozess. Das zweistündige Seminar war eine gekürzte Version unserer regulären Workshops: Mit unserem kostenfreien Angebot unterstützen wir Schulen dabei, digitale Unterrichtswerkzeuge zu beschaffen und pädagogisch sinnvoll im Unterricht zu integrieren.

In unseren Workshops zeigen wir, wie Lehrkräfte und Bildungsverantwortliche Lösungsansätze für ihr eigenes Projekt entwickeln können. Die halbtägigen Seminare bieten allgemeine Orientierung, Planung eigener Vorhaben sowie Austausch mit Experten und Verantwortlichen aus der Praxis.

Die Workshops richten sich an:

  • Verantwortliche in Schulbehörden,
  • Schulleitungen,
  • Pädagogen, IT-Beauftragte an Schulen und
  • Kommunale Entscheidungsträger.

Für Ihre Schule oder Region konzipieren wir auch individuell ausgerichtete Workshops. Schreiben Sie uns eine E-Mail und wir organisieren den Workshop bei Ihnen vor Ort.

Angelehnt an die regulären Workshops bestand auch der Input auf der didacta aus folgenden Teilen:

  • Lehren und Lernen mit digitalen Werkzeugen
  • Die einzelnen Phasen des Beschaffungsprozesses für digitale Bildungslösungen – von der ersten Projektierung bis zur Etablierung im Schulalltag
  • Der Collaborative Classroom als Beispiel für den innovativen Einsatz digitaler Bildungslösungen im Unterricht

Der Workshop startete mit einer interaktiven Smartphone-Umfrage: Was bedeutet für Sie zeitgemäße Bildung? Mit dieser und weiteren Fragen eröffnete die Sprecherin des Netzwerks, Dr. Sarah Henkelmann, den Austausch unter den Teilnehmenden. Für viele ist zeitgemäße Bildung eng verknüpft mit dem Einsatz digitaler Unterrichtswerkzeuge. Aber auch damit, dass die Schülerinnen und Schülern selbst den Unterricht gestalten können.

„Kinder sollten heutzutage nicht nur konsumieren, sondern selbst etwas mit digitalen Werkzeugen erstellen – natürlich angeleitet und mit pädagogischem Mehrwert.“

Teil 1: Wie sieht zeitgemäßer Unterricht aus?

Das Lehren und Lernen mit digitalen Werkzeugen stand im Mittelpunkt des ersten Workshop-Teils. Dr. Henkelmann stellte Ideen für einen zeitgemäßen Unterricht vor, die Neugier und natürlichen Wissensdrang fördern. Nachzulesen sind diese in einem kostenlosen Whitepaper des Netzwerk Digitale Bildung. Zur Veranschaulichung präsentierte sie mehrere Praxisbeispiele aus der Schule.

Auch Wünsche der Teilnehmenden für eine zeitgemäße Bildung wurden gesammelt und diskutiert: Coaches für Digitale Bildung, IT-Administratoren an jeder Schule oder eine bessere Fortbildungskultur. Eine Teilnehmerin verwies hier auf die sozialen Netzwerke als einzigartige Weiterbildungsmöglichkeit für Lehrkräfte:

„Twitter ist für mich die Fortbildung schlechthin: Ich kann entscheiden, was ich lese und was ich teile. Vernetzung ist so wichtig. Auch auf Facebook gibt es so viele Gruppen, die sich mit der Beschaffung digitaler Bildungslösungen auseinandersetzen.“

Teil 2: Den Beschaffungsprozess meistern

Der zweite Teil des Workshops drehte sich um den Beschaffungsprozess. Die Teilnehmer erzählten vom Stand der Digitalen Bildung an ihrer Schule. Sie berichteten etwa von „Halbwüsten“ in Klassenzimmern, in denen es zwar Laptops gäbe, aber kein ausreichend gutes WLAN. Oder von Klassenräumen, in denen zwar interaktive Whiteboards hingen, welche aber kaum genutzt würden.

Das Netzwerk Digitale Bildung warb dafür, zunächst ein Idealszenario zu entwerfen und sich diesem in einem strukturierten Prozess mit allen Verantwortlichen anzunähern. Frau Dr. Henkelmann führte die Gruppe Schritt für Schritt durch die unterschiedlichen Phasen eines guten Beschaffungsprozesses – von der frühen Planung bis zur Pflege und Weiterentwicklung. Basis war dabei die Publikation „Beschaffung digitaler Bildungslösungen für die Schule“, die Interessierte kostenfrei beim Netzwerk Digitale Bildung anfordern können.

Die Teilnehmenden erhielten Einblick in erfolgreiche Beschaffungsprojekte sowie hilfreiche Praxistipps – etwa für die Anfertigung eines Medienentwicklungsplans zur Sicherstellung der Finanzierung. Alle waren sich einig, dass die Beschaffung digitaler Unterrichtswerkzeuge vor allem pädagogisch begründet sein sollte. Entsprechend müssten didaktische Konzepte passend zur Anschaffung entwickelt werden. Die Teilnehmer tauschen sich auch hierzu über mögliche Ansätze und Methoden aus.

Teil 3: Collaborative Classrooms: Gemeinsam kreativ lernen

Als vorbildliches Beispiel für den Unterricht mit digitaler Technologie erklärte Dr. Sarah Henkelmann schließlich den Ansatz des „Collaborative Classrooms“. Dahinter steht ein pädagogisches Konzept für ein digital ausgestattetes Klassenzimmer, das aktives, nachhaltiges Lernen fördert. Der Collaborative Classroom ermöglicht zeitgemäße und vielfältige Unterrichtsformen und unterstützt dabei intuitiv im Hintergrund die methodischen Ansätze mit digitalen Werkzeugen.

Anhand dieses Beispiels konnten die Workshop-Teilnehmenden nachvollziehen, wie digitale Technologie eine aktivere Beteiligung der Lernenden fördern kann. Grundsätzlich gab es unter den Teilnehmenden großes Interesse, die eigenen Lehrkonzepte zu überarbeiten und Neues auszuprobieren:

„Das Tollste an unserem Beruf ist: Wir lernen ständig dazu – und werden auch noch dafür bezahlt.“

Das Netzwerk Digitale Bildung als Wegweiser

Am Ende des Workshops gab Projektleiter Steffen Guschmann einen kurzen Überblick über das kostenfreie Angebot des Netzwerk Digitale Bildung: neben Workshops umfasst dieses zum Beispiel Vorträge, eine persönlich ansprechbare Expertencommunity oder einen Methodenpool mit Unterrichtsideen. Interessierte können zudem Workshops buchen, die individuell auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten sind – sprechen Sie uns an.

Möchten Sie einen zeitgemäßen Unterricht umsetzen und sind auf der Suche nach Finanzierungshilfen? Erhalten Sie auf unserer Website einen Überblick über Fördermöglichkeiten für Digitale Bildung. Dr. Ulrich Schmid spricht in zudem im Interview über die Fördermittelsituation in Deutschland und gibt hilfreiche Tipps. Unser gesamtes Angebot zum Thema Beschaffung von digitalen Bildungslösungen können Sie hier einsehen.

2018-03-13T09:56:20+00:00