Die Mittel aus dem Digitalpakt fließen in Kürze, und Bayerns Schulen schreiben Briefe an den Kultusminister. Sie fühlen sich bei der Umsetzung alleine gelassen. Das Netzwerk Digitale Bildung bietet praxisorientierte Workshops für Bayerns Schulen und Schulträger an.

Netzwerk Digitale Bildung bietet Workshops für Bayerns Schulen und Schulträger an.

Die Mittel aus dem Digitalpakt fließen in Kürze. Doch in vielen Bundesländern – auch in Bayern gibt es noch mehr Förderprogramme, um den Schulen eine bessere Ausstattung zu finanzieren. Mit dem Förderprogramm „Digitales Klassenzimmer“ will der Freistaat die Schulen fit für die Digitalisierung machen.

Schulen fühlen sich alleine gelassen

Nun ist es grundsätzlich eine gute Nachricht, dass Geld in die Hand genommen wird – aber viele Schulen in Bayern fühlen sich mit der Umsetzung alleine gelassen. Denn das Geld und die Mittel für eine digitale zeitgemäße Unterrichtsformen bereitzustellen ist das eine – das in der Praxis umzusetzen ist das andere. So haben die Bürgermeister aus dem bayerischen Gemeindetag aus den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen einen Brief ans Kultusministerium mit einigen Fragen geschrieben: Beispielsweise, wer denn bestimme, welche PCs oder Tablets gekauft werden. Oder ob es sinnvoll wäre, wenn mehrere Schulen das gleiche Material verwenden? Auch die Frage nach dem Support der Systeme oder der Finanzierung von Ersatzbeschaffungen bewegt die Schulleitungen – und das ist noch nicht alles:

In den meisten Fällen erfordert die Beantragung ein Medienkonzept oder einen Medienentwicklungsplan. Auch das stellt Schulleitungen und Schulträger vor Herausforderungen, denn sie sollen darin Fragen beantworten bzw. Konzepte bewerten, für die sie selbst keine Experten sind. Wenn sie beispielsweise angeben sollen, welche Technik sie benötigen, dann müssen sie sich vorher informieren, welche Technik sich überhaupt eignet, wie die Netzwerkanbindung funktioniert. Sich hier neben dem schulischen Tagesgeschäft einen Überblick zu verschaffen, kann sehr zeitintensiv sein. Aber es ist zu bewältigen, wenn man weiß, was man braucht.

So profitieren Bayerns Schulen vom Digitalpakt: Workshopreihe an 20 Orten in Bayern

Deshalb bietet das Netzwerk Digitale Bildung individuell zugeschnittene Workshops für Bayerns Schulen und Schulträger an. Darin wird speziell auf die Situation in Bayern eingegangen und über wesentliche Eckpunkte zur Digitalen Bildung informiert.

In der Workshopreihe „Digitalisierung in der Praxis: Wie profitieren Bayerns Schulen vom Digitalpakt?“ können Sie mit unseren Expertinnen und Experten Digitale Bildungskonzepte für Entscheidungsträger in Schulbehörden und Schulen diskutieren. Holen Sie sich Hinweise und praktische Tipps, wie Sie als Schulträger, Schulleiter, Pädagogen oder IT-Verantwortliche an Schulen und im kommunalen Bereich, die Herausforderungen der digitalen Zukunft am besten meistern.

Die Workshopreihe befasst sich mit vier großen Themenfeldern:

1. Infrastruktur, Technologie, Service.

Alles beginnt mit der Anbindung ans Internet. Es wird erklärt, wie sie ihr Schul-Netzwerk mit W-LAN über interaktive Tafelsysteme bis zur Einbindung mobiler Endgeräte ihre Schule vernetzen. Die Fachleute zeigen auf, wie Sie das digitale Klassenzimmer zentral managen und relativ
einfach den dauerhaften Betrieb sichern.

2. Aus- und Weiterbildung, Pädagogik und Didaktik.

Digitale Bildung umfasst mehr, als die reine Technik. Doch wie genau können neue Konzepte erarbeitet werden, wie z.B. ein handlungs- und entwicklungsorientierter Unterricht mit digitalen Werkzeugen? Was eignet sich für meine Schule bzw. welche Ideen kommen aus der eigenen Lehrerschaft? Im Workshop können Sie sich Anregungen dazu holen.

3. Beschaffung.

Mit welchen bayerischen Fördermitteln kann welche Ausstattung finanziert werden? Welche Technik eignet sich. Denn die Anschaffung von digitalen Bildungswerkzeugen ist nicht vergleichbar mit dem Kauf anderer elektronischer Geräte. Professionelle Geräte, die speziell für Unterricht und Schule entwickelt wurden, unterliegen auch nicht den gleichen Zyklen, sprich, man muss nicht alle Jahre ein neues Gerät kaufen. Bei der Beschaffung kommt es also darauf an, nachhaltig und langfristig zu investieren.

4. Medienentwicklungsplan.

Alle Länder, die derzeit an Förderrichtlinien arbeiten haben festgelegt, dass der Medienentwicklungsplan Pflicht ist. Das hat seinen Sinn, denn er schafft systematische Grundlagen dafür, wie Sie Ihr Kollegium auf den Unterricht mit digitalen Medien vorbereiten und weiterbilden können. Da jede Schule in einer ganz individuellen Situation ist, bietet sich an, Experten zu Rate zu ziehen, die zu den jeweiligen Feldern ihr Wissen teilen können.

Die Workshopreihe findet jeweils nachmittags an 20 Standorten in Bayern statt. Bitte wählen Sie im Anmelde-Formular die gewünschte Veranstaltung aus.

Bei Interesse können Sie sich hier anmelden: Workshop „Digitalisierung in der Praxis: Wie profitieren Bayerns Schulen vom Digitalpakt?“

Übrigens, das Netzwerk Digitale Bildung bietet auch einen kostenlosen Leitfaden zum Thema „Erstellung eines Medienentwicklungsplans“ an, den sie hier herunterladen können.

Wenn Sie sich breiter über das Thema informieren möchten, bietet unser kostenloser Wegweiser Digitale Bildung Orientierung im Beschaffungsdschungel. Den Wegweiser können sie hier anfordern.