Kurzbeschreibung

Bei Erklärfilmen handelt es sich in der Regel um Animationen, mit deren Hilfe unter anderem aktuelle Themen oder komplexe Sachverhalte in einfacher, verständlicher sowie visuell ansprechender Art und Weise erstellt werden. Anders als beim Konsumieren von Videos über YouTube, Facebook, Snapchat und anderen sozialen Netzwerken wird den SchülerInnen hierbei die Möglichkeit gegeben, in einem kreativen Prozess alleine oder kooperativ in verschiedenen Unterrichtsfächern und Klassenstufen eigene Erklärfilme zu erstellen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an kostenlosen und kostenpflichtigen Apps und Webanwendungen, die für diese Zwecke verwendet werden können. Neben der fachlichen Vertiefung erweitern die SchülerInnen dabei ihre Methoden-, Kommunikations-, und Medienkompetenz.

Screenshot mit Erklärungen

Einsatzmöglichkeiten im Unterricht

Es werden vier Arten von Erklärfilmen unterschieden – a) Tutorials, b) Animatics, c) Legetrick-/Whiteboard-Animationen und d) Motion Graphics, wobei vermutlich a) und c) das größte Potential für den Unterricht haben. Bevor ein Erklärfilm im Unterricht produziert wird, sollte ein Skript bzw. ein Drehbuch als Grundlage erstellt werden. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass lizenzfreie Bilder und Piktogramme für das Video verwendet werden. Tutorials sind filmische Gebrauchsanweisungen, die bestimmte Inhalte oder Programme am Computer verständlich machen sollen. SchülerInnen könnten solche Tutorials erstellen, um bestimmte Programme oder Webanwendungen zu erklären. Mit der App Explain Everything können auch Fotos aufgenommen und Bilder eingefügt werden. Anschließend können noch Grafiken, Text und eigene Tonaufnahmen ergänzt werden, um einen Erklärfilm zu erstellen. Werden Illustrationen animiert, so spricht man von Animatics. Bei Legetrick-/Whiteboard-Animationen werden Bilder, Piktogramme und Text durch eine Hand in das Bild hineingeschoben und auch wieder entfernt. Diese Art der Filmproduktion kann auch mit bestimmten Programmen durchgeführt werden.

Bewertung im Unterricht

Für die Bewertung kann das folgende Single-Point-Rubric verwendet werden. Mit dieser transparenten Methode kann eine qualitative Einschätzung in Textform durch die LehrerInnen und SchülerInnen erfolgen. Dies kann auch als Grundlage für die Punktevergabe genutzt werden. Die Vorlage kann individuell durch LehrerInnen und SchülerInnen erstellt und angepasst werden.

Vorlage: Single-Point-Rubric-Verfahren

Auswahl von Apps

Weiterführende Links und Materialien

Video

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Im Video-Tutorial stellt Stefan Schwarz die Arbeit mit Erklärfilmen vor.

In der Serie Methode des Monats stellt der Pädagoge Stefan Schwarz jeden Monat ein anderes digitales Unterrichtsszenario vor. Der Lehrer aus Potsdam nutzt digitale Medien selbst täglich mit Begeisterung. Mit seinen Skripten und Videoanleitungen möchte er anderen zeigen, wie sie digitale Medien im Klassenzimmer einsetzen und davon profitieren können. Alle Inhalte der Serie stehen unter CC BY-SA 4.0-Lizenz.

Mehr Informationen über Stefan Schwarz finden Sie in unserer Expertencommunity.